Verkehrszähmer

Verkehrszähmer-Programm und Mobilitätserziehung

Das Verkehrszähmer-Programm kann sehr gut mit der Mobilitätserziehung verknüpft werden.

dragonwagon_colour_small 1.      Mobilität und Gesundheit

Hier wird der Blick darauf geworfen, was Kindern gut tut und was nicht, was sie gesund erhält und sie zu sicheren Verkehrsteilnehmern werden lässt.

Das Verkehrszähmer-Programm erzieht Kinder zur eigenverantwortlichen Teilnahme am Straßenverkehr. Die Kinder werden geschult, sich sicher und umsichtig im Straßenverkehr zu bewegen (siehe Bordsteinführerschein).
Es beruhigt den Verkehr rund um die Schule und deren Zugangsstraßen, macht den Verkehr so sicherer und sorgt für saubere Luft.

Kinder sind im Auto höheren Schadstoff-Belastungen ausgesetzt als als Fußgänger und sie verunfallen deutlich öfter im elterlichen Auto als auf dem Schulweg.

Ein Kind, das täglich seinen ca. 15 minütigen Schulweg geht, bewegt sich pro Woche 2.5h mehr als ein gefahrenes Kind- das macht im Schuljahr 100 Stunden Bewegung an der frischen Luft mehr. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Belohnung durch das Sammeln einer bestimmten Anzahl von Zaubersternen immer mehr in den Hintergrund tritt, je länger das Programm läuft und je mehr sich die Verhaltensänderung bei Eltern und Kindern (zu Fuß zur Schule gehen statt zu fahren) verfestigt hat.

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dragonwagon_colour_small 2.     Mobilität und Umwelt

Zum Klima- und Umweltschutz soll hier nicht Stellung genommen werden- dass er unerlässlich ist, steht außer Frage.

Das Verkehrszähmer-Programm setzt  auf Nachhaltigkeit und deutliche Verringerung des CO2  Ausstoßes durch „Elterntaxis“. Die mitlerweile ca. 85% Geh-Kinder der Grundschule sparten so im Schuljahr 2008/2009 21t CO2. Jetzt sind es nicht mehr 28t, sondern 7t. Durch das ‚Verkehrsversprechen‘ werden Eltern und andere Erwachsene ‚in die Pflicht‘ genommen und zumindest ein Überdenken der eigenen Handlungsweise als Autofahrer angeregt. Mit den Kindern wird im Unterricht  Umweltschutz und ein rücksichtsvoller Umgang mit Ressourcen thematisiert und sofort praktisch umgesetzt durch tägliches Zu-Fuß-Gehen. Oft erzählen uns Kinder, dass sie jetzt auch nachmittags öfter zu Fuß gehen dürfen- zur Bücherei, zu Freunden, zum Sport.
Auch das sorgt für Umdenken und sie lernen: Bequemlichkeit ist nicht die Lösung, sondern Eigenaktivität. Sie erwerben ein Stück Lebenskompetenz.

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dragonwagon_colour_small 3.    Mobilität und Sozialverhalten

Schule soll Kinder fördern, selbstständig zu entscheiden und zu handeln ‚für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt‘. Sie sollen lernen, die eigene Meinung zu vertreten, die eigene Ausdrucksfähigkeit zu entfalten.(RL NRW)

Das Verkehrszähmer-Programm fördert die Sozialkompetenz. Von sich aus überzeugen die Kinder ihre Eltern, sie nicht mehr zur Schule zu fahren, sondern ihre Autos zu Hause stehen zu lassen und sie zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Sie erleben die Welt nicht mehr nur hinter Autoscheiben. Die Kinder erfahren, wie sie durch Eigen-Initiative etwas Positives bewirken können- für sich, für die Natur und Umwelt. Sie knüpfen und pflegen Kontakte zu Mitbürgern des Heimatortes. Sie treffen Freunde auf dem Schulweg, tauschen sich aus, verabreden sich für den Nachmittag.

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dragonwagon_colour_small 4.    Mobilität und Verkehrssicherheit

Im Rahmen des Verkehrszähmer-Programms wird mit den Kindern zu Beginn jeden Schuljahres die sichere und verantwortliche Teilnahme am Straßenverkehr praktisch eingeübt- nicht nur mit Arbeitsblättern im Klassenraum, sondern im realen Verkehr. Sie erwerben den ‚Bordstein-Führerschein und geben ein Kinder-Versprechen ab, sich klug und umsichtig zu verhalten.
Die Eltern werden einbezogen, ihre Kinder so lange auf dem Schulweg zu begleiten, wie es beide für richtig halten. Außerdem werden die Kinder ermutigt, in Gruppen zu gehen. So können Eltern beruhigter ihr Kind gehen lassen, denn die Kinder passen aufeinander auf, sind als Gruppe besser zu sehen und durch Fremde nicht gefährdet.
Kinder, die regelmäßig zu Fuß zur Schule gehen, machen mehr Erfahrungen im Straßenverkehr. Sie können Situationen besser einschätzen und Risiken eher abwägen. Sie werden als Erwachsene immer mehr Verständnis für Fußgänger und schwächere Verkehrsteilnehmer haben.

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