Verkehrszähmer

Sicherheitskonzept für das Verkehrszähmer-Programms Klasse 1-4

Oberstes Ziel des Verkehrszähmer-Programms ist die Anbahnung und Ermöglichung einer unabhängigen Bewegungsfreiheit für Kinder, um Kindheit ganzheitlich gelingen zu lassen. Um Kinder auf verantwortungsvolles und selbstbestimmtes Verhalten im Straßenverkehr und im öffentlichen Raum vorzubereiten, wurde das Verkehrszähmer-Programm mit den Richtlinien und Lehrplänen NRW verknüpft. Die Vorgaben der Richtlinien unterstützen das Anliegen des Verkehrszähmer-Programms.

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dragonwagon_colour_small Aufgabe und Ziele (der Richtlinien)

„Die Schülerinnen und Schüler sollen insbesondere lernen,
•    selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln
•    Freude an der Bewegung … zu entwickeln, …,  und gesund zu leben“

RL 4.5 Erziehender Unterricht S.15
„Die Arbeit in der Schule zielt im Sinne eines erziehenden Unterrichts darauf ab, die Kinder zu unterstützen, die Welt zunehmend eigenständig zu erschließen …Damit verbunden ist die Aufgabe der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler ….zur Achtung vor Natur und Umwelt zu erziehen.
Durch fachliches und fächerübergreifendes Lernen werden Schlüsselqualifikationen als grundlegende Kompetenzen und Einstellungen angebahnt, die den Kindern die individuelle Gestaltung ihres Lebens, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben…ermöglichen. Solche Schlüsselqualifikationen, die sich aus dem Zusammenspiel von fachlichen, sozialen und personalen Kompetenzen ergeben und schon in der Grundschule angebahnt werden, sind ein wesentlicher Bestandteil einer Erziehung zur Mündigkeit in einer offenen und pluralen Gesellschaft. Hierzu gehören …Zuverlässigkeit und Sorgfalt, Selbstständigkeit … ebenso wie  Verantwortungs- und Hilfsbereitschaft sowie Respekt vor Mitmenschen.“

RL 11.1 Schule als Lebens- und Erfahrungsraum S.18
„Die Schule ist für Kinder immer auch Lebens- und Erfahrungsraum, der ihr Denken und Handeln beeinflusst…Es ist deshalb wichtig, dass (sie) …offenen mitmenschlichen Umgang erfahren. Solche Erfahrungen … fördern ihre Fähigkeit und Bereitschaft zu sozialem Lernen und Handeln.“

RL 12.4 Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht, dem Schulträger und außerschulischen Partnern
„…Um ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, kooperieren die Grundschulen mit … außerschulischen Partnern…. Ziel dieser Kooperation ist es, den Unterricht und das Schulleben durch außerschulische Lernorte zu bereichern…“

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dragonwagon_colour_small Lehrpläne

dragonwagon_colour_small Schuleingangsphase/Klasse 1

Motto: Wir gehen sicher zu Fuß und zu anderen schulnahen Zielen
Die Eltern werden auf dem ersten Klassenpflegschaftsabend im 1. Schuljahr über das Verkehrszähmer-Programm (Info/ Fragen und Antworten/ VV/Aufkleber) und den Bordstein-Führerschein informiert. Sie werden um Kooperation und Unterstützung gebeten. Außerdem wird der Schulweg-Plan im Klassenraum ausgelegt, damit die Eltern die Gelegenheit haben, sich selbst einen Überblick über die sicherste Strecke für ihr Kind zu machen.

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Die Klassenlehrer der ersten Klassen/Schuleingangsphasen starten zum Schuljahresbeginn im Bereich „Raum, Umwelt und Mobilität“ des Sachunterricht-Lehrplans.

„Die Schülerinnen und Schüler kennen geografische Merkmale in Nah-und Fernräumen und nutzen diese zur Orientierung. Sie entwickeln ein Bewusstsein für den Schutz von Lebensräumen. Sie verhalten sich als Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer verantwortungsbewusst und regelgerecht.“
(Lehrplan Sachunterricht Bereich Raum, Umwelt und Mobilität 3.3, S.46)

mit den folgenden Schwerpunkten:

Schwerpunkt „Schule und Umgebung“
„Die Schülerinnen und Schüler erkunden Schulwege und Schulumgebung sowie wichtige Einrichtungen im Wohnort, orientieren sich mit Hilfe von Wege- und Lageskizzen und Hinweisschildern und beachten sie.“

Schwerpunkt „Wohnort und Welt“
„…kennen und benennen die räumliche Struktur ihres Wohnortes (z.B. Stadtteile, Wohngebiete, Gewerbegebiete, kulturelle Angebote, Freizeitangebote.“

Schwerpunkt „Schulweg und Verkehrssicherheit“
„…beobachten und dokumentieren Verkehrssituationen aus dem Schulbezirk
…dokumentieren Verkehrszeichen, vergleichen sie, erklären ihre Bedeutung und beachten sie.“

Schwerpunkt „Verkehrsräume und Verkehrsmittel“
„…erklären optische und akustische Zeichen und geltende Regeln und wenden diese als Fußgänger im Straßenverkehr an (z.B. Verkehrszeichen, Ampel, Warnsignale)“
„untersuchen, reflektieren und beschreiben Merkmale sicherheitsorientierter Kleidung“

(LP SU, S.46)

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Wichtigste Voraussetzung und Grundlage der Erkundungen zu Fuß ist das Training für und der Erwerb des Bordstein-Führerscheins.
Nur dann können gesichert Erkundungen der Schulwege, der Schulumgebung und des Wohnortes und Unterrichtsgänge mit der Klasse zu außerschulischen Lernorten,  Freizeiteinrichtungen und kulturellen Angeboten durchgeführt werden.

Bordstein-Führerschein
1.    Sicherere Strecke dem kürzeren, evtl. gefährlicheren Weg vorziehen
2.    Halt am Bordstein! Links, rechts, links, rechts schauen!
3.    Überqueren der Fahrbahn an gesicherten Stellen (Querungshilfen und Zebrastreifen, Ampel)
4.    Kein Überqueren an ungesicherten Stellen in Kreuzungsbereichen
5.    Verhalten beim Lotsen (stehen bleiben, auf Lotsenaufforderung warten)
6.    Überqueren der Fahrbahn zwischen geparkten Autos
7.    Anreize und Gelegenheiten schaffen zum Gehen in informellen Gehgemeinschaften (evtl. zusätzlicher Zauberstern)
8.    Tragen geeigneter Kleidung (angepasst an Wetter, hell, in der dunklen Jahreszeit reflektierende Sicherheitskragen mit zusätzlichem Zauberstern)

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Klassenbelohnung für das erfolgreiche, durchgängige Engagement als ‚Verkehrszähmer‘ am Ende des 1. Schul(besuch)jahres könnte sein
•    ein zu Fuß oder mit ÖPNV bewältigter Ausflug zu einem beliebten, besonderen Spielplatz
•    oder zu einem Naturerholungspark/Tierpark
•    ein zu Fuß bewältigter Besuch einer kulturellen Veranstaltung des Schulträgers für Kinder (Kindertheater/ Kinderkino)
Voraussetzung: Die Kinder erreichten ca. 12mal das Klassenziel (z.B. 29 Kinder x 10 =290 Zaubersterne)

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dragonwagon_colour_small Schuleingangsphase/Klasse 2

Motto: Wir gehen zu Fuß zur Schule
Die Klassenlehrer der zweiten Klassen/Schuleingangsphase wiederholen zum Schuljahresbeginn aus dem Bereich des Sachunterricht-Lehrplans „Raum, Umwelt und Mobilität“ die Schwerpunkte des ersten Schuljahres. Sie werben für das Verkehrszähmer-Programm mit der Schuljahresbelohnung.

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Schwerpunkt „Schule und Umgebung“
„Die Schülerinnen und Schüler erkunden Schulwege und Schulumgebung sowie wichtige Einrichtungen im Wohnort, orientieren sich mit Hilfe von Wege- und Lageskizzen und Hinweisschildern und beachten sie.“

Schwerpunkt „Wohnort und Welt“
„…kennen und benennen die räumliche Struktur ihres Wohnortes (z.B. Stadtteile, Wohngebiete, Gewerbegebiete, kulturelle Angebote, Freizeitangebote.“

Schwerpunkt „Schulweg und Verkehrssicherheit“
„…beobachten und dokumentieren Verkehrssituationen aus dem Schulbezirk
…dokumentieren Verkehrszeichen, vergleichen sie, erklären ihre Bedeutung und beachten sie.“

Schwerpunkt „Verkehrsräume und Verkehrsmittel“
„…erklären optische und akustische Zeichen und geltende Regeln und wenden diese als Fußgänger im Straßenverkehr an (z.B. Verkehrszeichen, Ampel, Warnsignale)“
„untersuchen, reflektieren und beschreiben Merkmale sicherheitsorientierter Kleidung

(LP SU, S.46)

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Sie frischen mit ihren SchülerInnen in den ersten Wochen des Schuljahres das Bordstein-Training auf und regen die Bildung von informellen Gehgemeinschaften an. Dabei können sie bei den Übungen im realen Verkehrsraum von  Eltern unterstützt werden.
Die Eltern werden auf dem ersten Klassenpflegschaftsabend im 2. Schuljahr erneut kurz über das Verkehrszähmer-Programm (Info/ Fragen und Antworten/ VV/Aufkleber), den Bordstein-Führerschein informiert und weiterhin um Kooperation gebeten.

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Im 2. Schuljahr werden aus dem Bereich „Raum, Umwelt und Mobilität“ folgende Schwerpunkte thematisiert:

Schwerpunkt Schulweg und Verkehrssicherheit
„zeichnen und beschreiben ihren Schulweg mit Hilfe markanter Punkte“

Schwerpunkt  Verkehrsräume und Verkehrsmittel
„fahren einen Parcours im Schonraum (z.B. mit Roller oder mit dem Fahrrad auf dem Schulhof)“
(LP 3.3 S.46)

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Klassenbelohnung für das erfolgreiche, durchgängige Engagement als ‚Verkehrszähmer am Ende des 2. Schul(besuch)jahres könnte
•    das Planen, Aufbauen und Befahren eines Parcours im Schonraum (evtl. mit Hilfe der Polizei) mit Rollern, aber auch Kettcars, Seifenkisten, Rollbrettern sein.
Voraussetzung: Die Kinder erreichten ca. 12 mal das Klassenziel (z.B. 29 Kinder x 10 =290 Zaubersterne x 12)

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dragonwagon_colour_small Klasse 3

Motto: Wir gehen zu Fuß zur Schule, lernen unseren Wohnort kennen und sorgen für unsere Gesundheit

Zu Beginn des Schuljahres werden mit den SchülerInnen die Regeln des Bordstein-Führerscheins wiederholt und die Eltern über das durchgängig laufende Verkehrszähmer-Projekt informiert. Die Schuljahresbelohnung das Verkehrszähmer-Programm wird in Absprache mit den SchülerInnen getroffen.

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Aus dem Bereich „Raum, Umwelt und Mobilität“ des Sachunterrichts werden als Schwerpunkte thematisiert:

Schwerpunkt Schule und Umgebung
„Die Schülerinnen und Schüler
nutzen Karten und Hilfsmittel als Orientierungshilfen (z.B. Stadtpläne, Landkarten, Kompass, Sonnenstand)
erkunden und beschreiben Strukturen des eigenen Lebensraumes und der Region“

Schwerpunkt  Wohnort und Welt
„Die Schülerinnen und Schüler
vergleichen, beschreiben und dokumentieren naturgegebene und gestaltete Merkmale (z.B. …, Oberfläche, …, Siedlungen, Verkehrswege,…)“

(LP 3.3 S.46)

Auch der Bereich „Natur und Leben“ kommen dazu:
„…Verantwortungsvolles Handeln im Bereich Natur und Leben schließt ein, dass die Kinder sich auch mit dem eigenen Körper, seiner Ernährung und Pflege beschäftigen und entsprechende Einstellungen und Verhaltensweisen ausprägen.“ (LP SU 2.1, S. 41)

Schwerpunkt „Körper, Sinne, Ernährung und Gesundheit“
„erklären Grundsätze der Körperpflege, der gesunden Ernährung und der gesunden Lebensführung“
„formulieren Regeln und Tipps für eine gesunde Lebensführung (z.B. Ernährung, Körperpflege, Erste Hilfe“
(LP 3.1 S.44)

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Wünschenswert wäre hier eine Verknüpfung der Gesundheitserziehung mit dem Verkehrszähmer-Programm, indem für das Mitbringen eines ‚Power-Frühstücks‘ (Vollkornbrot, Obst, Gemüse, Mineralwasser, Schorle) für die gemeinsame Frühstückspause zusätzliche Zaubersterne erreicht werden können. So kann auch hier durch regelmäßige Ermutigung und Belohnung eine sich etablierende Verhaltensänderung angebahnt werden.

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Klassenbelohnung für das erfolgreiche, durchgängige Engagement als ‚Verkehrszähmer am Ende des 3. Schul(besuch)jahres könnte sein
•    das Planen, Organisieren und Durchführen eines Power-Ferien-Picknicks mit anschließenden Abenteuerangeboten in einem Naturerholungspark / im Wald , z.B. eine Schnitzeljagd mit viel Zeit zum Spielen und Toben im Freien
•    eine Rallye durch den eigenen Wohnort  mit anschließendem Power-Ferien-Frühstück

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dragonwagon_colour_small Klasse 4

Motto: Wir gehen zu Fuß zur Schule, nehmen an der Radfahrausbildung teil und erkennen unseren Beitrag zum Umweltschutz

Bereich Raum, Umwelt und Mobilität
Schwerpunkt Schulweg und Verkehrssicherheit
„Die Schülerinnen und Schüler wenden Verkehrsregeln sicher an, verhalten sich in Verkehrssituationen normgerecht“
„… beschreiben, reflektieren und diskutieren die Verhaltensweisen von Verkehrsteilnehmern in Bezug auf verkehrsgerechte sowie umweltfreundliche Aspekte“

Schwerpunkt Verkehrsräume und Verkehrsmittel
„Die Schülerinnen und Schüler kennen und nutzen die Möglichkeiten des ÖPNV, benennen und reflektieren dessen Aufgaben und Bedeutung“
„…beherrschen das Fahrrad motorisch sicher, nehmen an der Radfahrausbildung teil und verhalten sich verkehrsgerecht“

Schwerpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit
„Die Schülerinnen und Schüler recherchieren und diskutieren die Bedeutung und Nutzung von Ressourcen und erproben den sparsamen Umgang mit ihnen (z.B. … Energie, Boden, Luft, …)“
(LP 3.3 S.46/47)

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Klassenbelohnung für das erfolgreiche, durchgängige Engagement als ‚Verkehrszähmer‘ am Ende des 4. Schul(besuch)jahres könnte sein
•    Eine gemeinsame Radtour (mit Elternbegleitung, Helmpflicht, Sicherheitswesten, Fahren auf Radwegen) zu einem gemeinsam ausgesuchten Ziel im Umkreis von ca. 5-10 km des Wohnortes
•    Ein Tagesausflug mit dem ÖPNV zu einem gemeinsam ausgesuchten Ziel

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