Verkehrszähmer

Rücksitz-Kinder

Leidtragende des Schulverkehr-Problems sind in allererster Linie unsere Kinder. Kinder, die immer gefahren werden und ihren Schulweg nur vom Autorücksitz wahrnehmen, werden in ihrer emotionalen Entwicklung eingeschränkt.

Rücksitz-Kinder

  • lernen weniger schnell selbstständig zu sein, werden immer mehr durch Erwachsene kontrolliert und  beobachtet, erfahren weniger: Ich bin groß, ich schaff den Schulweg allein. Ich schaffe Herausforderungen.
  • machen weniger soziale Erfahrungen und können weniger an der Gesellschaft teilnehmen Freunde gewinnen, sich mit ihnen treffen und verabreden, austauschen, Nachbarn, Mitbürger kennen lernen.
  • nehmen ihre natürliche Umwelt passiver wahr Wetter, Natur, Jahreszeiten.
  • können verkehrssicheres Verhalten nicht trainieren Entfernung und Geschwindigkeit von Autos einschätzen, Beispiel langsamer LKW/schneller Kleinwagen,  sicheres Überqueren an Querungshilfen.
  • lernen weniger, Risiken einzuschätzen, abzuwägen, auszuweichen.
  • sind überbehütet. Ihnen ist es nicht möglich, auf ihrem Schulweg eigene Entscheidungen zu treffen die Freiheit, das Gehtempo zu bestimmen, früher am Schulhof zu sein, um noch zu spielen, mit anderen reden.
  • entwickeln weniger emotionalen Ortsbezug, fühlen sich weniger ihrem Umfeld zugehörig.

Tägliches Fahren beschränkt die Wahrnehmung der Umwelt und macht Kinder isolierter und verletzbarer (siehe: Backseat Children – How our car dependent culture compromises safety on our streets).


top