Verkehrszähmer

Schulweg-Abenteuer von Erwachsenen (Erinnerungen)

Mein erster Schulweg

Ich kann mich noch genau an meinen allerersten Schulweg erinnern. Meine Mutter und ich gingen zusammen zur Schule – Hand in Hand. Im Arm hielt ich meine Schultüte und auf dem Rücken trug ich meinen neuen Schulranzen. Ich war ganz aufgeregt und nervös:
Wie ist das in der Schule? Wer wird meine Lehrerin? Finde ich Freundinnen und Freunde?
Dann fragte ich meine Mutter:
„ Mama, wie bekomme ich Freundinnen? Wie geht das? Was muss ich da machen?“
Meine Mutter sagte:
„Angela, du kannst das. Das geht von ganz allein. Du schaffst das. Mach dir keine Sorgen!“

Angela Baker-Price

Paradies-Äpfel

Es ist zwar schon etwas länger her, aber ich denke immer noch gerne an damals zurück. An die Zeit, als ich noch ein junges Mädchen gewesen bin. Pünktlich jeden Morgen um 7.30 Uhr kamen meine Freundinnen Corina, Sigrid, Marita, Irene und Marlene mich zu Hause abholen, damit wir gemeinsam zur Schule gehen konnten. Wir hatten immer viel Spaß miteinander. Besonders im Spätsommer nach den Sommerferien, denn dann waren die Paradies-Äpfel reif. Das sind kleine, süße, rot-gelbe Äpfelchen. Die Apfelbäume standen direkt am Straßenrand entlang unserer Schule. Wir mussten uns schon richtig anstrengen, um an die süßen Früchte zu gelangen. Sigrid und Corina dienten meistens als Räuberleiter, an der die anderen Mädels hochklettern konnten, um die Äpfelchen zu pflücken. Anschließend wurde die Ernte brüderlich, ich meine natürlich „schwesterlich“, geteilt. Die Bäume leben heute noch! Aber wo – das werde ich nicht verraten.

Rosi Mehlkop

Der Rückweg dauerte immer länger

Da kommen so einige Erinnerungen hoch. Da meine Tante im Ort der Grundschule wohnte, bin ich nachmittags nach der Schule zu  ihr gegangen (weil beide Elternteile berufstätig waren) . So hatte ich dann auch viel Kontakt zu Mitschülern aus dem Dorf, obwohl ich ja eigentlich weiter weg wohnte. Und als wir dann in den Bereich der Spielstraße kamen, konnte der Heimweg auch mal was länger dauern… Dann hat man einfach den Tornister hingestellt und Fangen gespielt oder im Winter mal eine kleine Schneeballschlacht  gemacht, so unter den Jungs 😉

Jens

Auf dem Hosenboden nach Hause

Wir wohnten in einem kleinen Ort in Glimbach mit 300 Einwohnern. Wenn wir morgens alle zur Schule mussten, konnten wir durch ein kleines Gässchen gehen. Die Mädchen sind dann meistens von uns geärgert worden. Eine große Straße führte durch den Ort den Berg rauf. Im Winter, wenn Schnee lag, haben wir uns gegenseitig mit Schneebällen beworfen. Aber wenn mittags die Schule aus war, sind wir alle auf dem Hosenboden den Berg bis ans Ende des Ortes gerutscht. Das waren für uns kleine Abenteuer.

Peter von Wirth


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